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Frühe Siedlungsgeschichte

Frühe Siedlungsgeschichte von Päwesin

 

Die Besiedlung der Region um Päwesin geht, wie einzelne Fundstücke beweisen, weit zurück in die jüngere Altsteinzeit (um 15.000-8000 v. u. Z.) Zu jener Zeit lebten Rentierjäger in dem nach der Eiszeit entstandenen tundrenähnlichen Land.

In der mittleren Steinzeit (8000-4000 v. u. Z) waren in der Region nichtsesshafte Sammler, Fischer und Jäger. In der Jungsteinzeit (4000-2000 v. u. Z.) siedelten sich germanische Volksstämme aus dem Ostseegebiet an, die Betreiber von Ackerbau und Viehzucht waren.

 

Ausgrabungen bestätigen bereits die Entwicklung des Töpfereihandwerks.

In der Bronzezeit von 2000- 800 v. u. Z. wurden die ersten Metallhandwerker sesshaft, die es immer besser verstanden Bodenschätze für ihre Zwecke zu nutzen.

Um 300- 400 u.Z waren die elbgermanischen Semnonen und die ostgermanischen Burgunden im Gebiet angesiedelt, von denen ein Großteil in der zweiten Hälfte des 4.Jahrhunderts, der Zeit der beginnenden Völkerwanderung, in Richtung Rheingebiet abwanderten.

 

Slawische Volksstämme, die Wenden, begannen sich im 9.Jahrhundert, in dem zwischenzeitlich unbewohnten Land anzusiedeln.

Ihre Orte waren in Burgbezirke mit einer Ausdehnung von 5- 30 km aufgeteilt. Wirtschaftlicher, politischer und kultureller Mittelpunkt eines Burgbezirkes war eine so genannte Rundburg, wie sie z.B. der Riewender Burgwall war, der im Jahre 1000 bei der Eroberung durch die germanischen Askanier niederbrannte.

 

Im 11-12.Jahrhundert begannen die germanischen Askanier mit der Eroberung des von den slawischen Wenden besiedelten Landes, um sie unterwerfen und zu christianisieren.

Da die Christianisierung der slawischen Bevölkerung nicht gelang, wurden aus den Gegenden Niedersachsen, Westfalen und Niederlanden christliche Kolonisten angesiedelt.

Ein Teil der ansässigen Slawen verließ im Laufe der Zeit das Gebiet und siedelte sich in der Niederlausitz an, deren Nachfahren die heutigen Sorben sind.